Vive la France, vive la normalité!

Im Moment scheint alles Unpolitische total irrelevant zu sein. Sich mit Geschichte oder gar Romanen zu beschäftigen, während so vieles passiert, was diskutiert und gelöst werden muss, kann glatt als Ignoranz betrachtet werden. Doch es spricht auch vieles dafür, sich weiterhin mit Geschichte, mit Romanen und mit „Irrelevantem“ zu beschäftigen.
Aus der Geschichte können wir bekanntlich viel lernen, daher ist es keinesfalls eine schlechte Idee, sich damit zu befassen. Schließlich haben wir im Westen ebenfalls Religionskriege geführt, in denen unzählige Unschuldige gelitten haben, und das nicht nur im eigenen Land. Natürlich gibt es riesige Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Geschichte zu studieren, heißt, aus Fehlern zu lernen und Gefahren eher zu erkennen und vor allem, andere besser zu verstehen. Allein das rechtfertigt, sich weiterhin mit Geschichte zu befassen.
Und Romane zu lesen, während unsere Welt vor unseren Augen ins Chaos zu versinken droht? Ja, natürlich! Ich persönlich brauche das. Nachdem ich die Nachrichten verfolgt und mich über aktuelle Ereignisse ausgetauscht habe, muss ich mich auf eine andere Ebene bringen. Was hilft da besser, als in eine andere Welt zu versinken, in eine Welt, wo Gut gegen Böse gewinnt, wo das Böse greifbar ist und bekämpft werden kann? „Escapism“ nennen das die Engländer (Wirklichkeitsflucht), und ich stehe dazu. Komplett andere Gedanken, die mich in den Schlaf wiegen, gut für mich!
Und was mir meine Romane sind, das sind anderen Leuten Youtube-Videos mit niedlichen Tieren, Fußballspiele, Rezepte für Schokoladenkekse. Gut so! Lassen wir uns nicht von dem abbringen, was wir normalerweise tun. Unsere Gesellschaft soll weiterhin so vielfältig und frei bleiben, wie sie ist. Wenn wir uns das nicht nehmen lassen, dann haben auch die nicht gewonnen, die uns diese Freiheit für ihre eigenen destruktiven Ziele absprechen wollen. Am Ende wird auch hier Gut gegen Böse siegen.

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3 Gedanken zu „Vive la France, vive la normalité!

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